Unterricht

"Mit Freude und Struktur zu Lernerfolg!"

Planung

Der Unterricht wird entsprechend unserer Arbeitspläne geplant und vorbereitet. Diese basieren auf den aktuellen Lehrplänen NRW und sind standortbezogen ausgestaltet. Generell findet in allen Fächern regelmäßige Absprache und Zusammenarbeit der Lehrkräfte eines Jahrgangs statt, insbesondere beim Entwurf von Lernzielkontrollen. Im Vertretungsfall kann so eine Lehrkraft die Arbeitsmaterialien für beide Klassen bereitstellen und die Vertretungslehrkraft einweisen.

Bei geeigneten Unterrichtsinhalten arbeiten unsere Lehrkräfte fächerübergreifend zusammen, so dass die Kinder beim Lernen die verschiedenen Aspekte eines Themas erleben und erlernen können.

Unterrichtsmittel

Neben einheitlich vereinbarten Lehrwerken mit aktuellem Lehrplanbezug stehen den Kindern insbesondere im Fach Deutsch und Mathematik die entsprechenden Arbeitshefte, Lernkarteien mit Selbstkontrolle, Lernspiele und Anschauungsmaterialien für die Hand des Schülers/der Schülerin bereit.  Für Kinder im „Gemeinsamen Lernen“ mit zieldifferentem Bildungsgang bzw. für Kinder mit geringen Deutschkenntnissen aus unserer Willkommensgruppe besorgen wir individuell eigene, passende Arbeitshefte zur individuellen Förderung. Insgesamt achten wir bei den Lehrwerken auf gut aufeinander abgestimmten Methoden und Arbeitsmittel, so dass die Kinder in einer festen Struktur Orientierung finden und lernen können.

Wichtige Fachbegriffe im Unterricht werden auf Wandplakaten festgehalten und dienen sowohl als „Wortspeicher“ für Kinder mit unsicheren Deutschkenntnissen als auch als Erinnerung und zur Festigung des Gelernten. Je nach Unterrichtsfach stehen zur Motivation Experimentierkästen, Anschauungsmittel und Filme zur Verfügung. Verschiedene Lernprogramme können an zwei Computern pro Klasse genutzt werden, darüber hinaus stehen viele Lernapps auf ausleihbaren I-Pads zur Verfügung. Besonders die neuen Medien bieten einen sehr motivierenden Lern- und Übungszugang zur Differenzierung und individuellen Förderung.

Unterrichtsformen

Um neue Unterrichtsgegenstände oder Methoden vorzustellen, nutzen die Lehrkräfte den Lehrervortrag, unterstützt durch neue Medien, Bilder, Texte oder andere Anschauungsmaterialien. Wo es möglich ist, hat die Darbietung einen problemorientierten Ansatz, damit möglichst viele Schüler/innen motiviert sind, sich mit den entsprechenden Inhalten zu beschäftigen und sie zu üben.

In der Erarbeitungs- und Übungsphase kann sich die Lehrkraft dann davon überzeugen, wer den Inhalt verstanden hat und wer weitere Hilfen benötigt.

Entsprechend unserem Erziehungszieles, die Selbstständigkeit des Schülers zu fördern, werden Zeiten des lehrerzentrierten Unterrichts zunehmend durch Unterrichtsformen ersetzt, die selbstverantwortliches Lernen ermöglichen. Dazu erhalten die Kinder Arbeitspläne, die auf ihr Lernvermögen und auf ihren Lernfortschritt abgestimmt sind. Teilweise können die Schüler/innen durch Auswahl unter verschiedenen Aufgaben ihr eigenes Lernvermögen abschätzen. So wird eine Überforderung für die einen und Unterforderung für die anderen weitgehend verhindert. Insbesondere in der Eingangsstufe (Klasse 1,2) ist eine solche Differenzierung notwendig, weil die Kinder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schule kommen und die Eingangsstufe dementsprechend in ein bis drei Jahren bewältigen sollen. An diesen Wochenplänen arbeiten die Kinder zu dafür eingeräumten Zeiten oder wenn sie ihre anderen Aufgaben beendet haben.

Hausaufgaben dienen der Vorbereitung, Weiterführung und Übung des Erlernten. Sie können an allen Tagen außer freitags aufgegeben werden.

Weitere  Unterrichtsformen müssen eingeübt und genutzt werden, um  das soziale Lernen zu fördern. In Kreisgesprächen entwickeln die Kinder mit Hilfe der Lehrkraft zunächst die Gesprächsregeln und erleben dann, wie jedes Kind sich nach seinen Fähigkeiten einbringen kann.

Weiterhin wird in den ersten Klassen zunächst die Partnerarbeit, später dann die Gruppenarbeit eingeübt. Hier lernen die Kinder aufeinander einzugehen, sich gegenseitig Hilfen zu geben und anzunehmen.  Weitere kooperative Lernformen (z.B. das Prinzip der „Haltestelle“ – ein Ort in der Klasse, an dem man wartet, bis sich ein Partnerkind dort einfindet) werden jahrgangsbezogen eingeführt und mit den Kindern auch in Vorbereitung für die weiterführende Schule eingeübt.

In sogenannten Freiarbeitsphasen wählen die Kinder selbst ihre Arbeitsmittel, die sie allein oder mit Partnerkind bearbeiten. 

Um mit allen Sinnen und mit Freude zu lernen werden je nach Unterrichtsfach Unterrichtsgänge unternommen, um vor Ort Dinge zu erleben und zu erforschen oder als Anregung wieder mit in den Klassenraum zu nehmen um daran zu lernen.

In Projektwochen werden fächerübergreifende Projekte angeboten, die klassenübergreifend organisiert werden, damit auch Schüler/innen unterschiedlicher Altersstufen miteinander umzugehen lernen.

Bei alledem soll durch mehr Bewegung im Unterricht dem Bewegungsdrang der Schüler/innen entsprochen werden.  Dies funktioniert nicht nur im Sportunterricht, sondern auch in Fächern wie Musik, Mathematik und Deutsch und macht allen Kindern viel Freude.

Organisation und zeitlicher Ablauf des Unterrichts

Gerade der Wechsel der Unterrichtsformen und die größere Freiheit bei der Organisation des eigenen Lernens erfordern andererseits Struktur durch feste Regeln, Rituale und Zeiten.

Der Unterricht ist grundsätzlich in Unterrichtsstunden zu 45 Minuten eingeteilt, jedoch entfällt das Klingelzeichen zwischen den Stunden. Wenn kein Lehrkraftwechsel zwischen den Stunden erfolgt, können die Übergänge zwischen den Fächern fließend erfolgen.

Morgens ermöglichen wir einen offenen Unterrichtsbeginn, d.h. die Kinder sollen zwischen 7.45 Uhr und 8.00 Uhr angekommen sein. In dieser Zeit wird je nach Vereinbarung in der Klasse am Wochenplan gearbeitet oder jeder hat die Gelegenheit, durch Lesen, Erzählen oder andere Tätigkeiten sich in der Schule einzufinden. Dabei soll es so leise sein, dass andere arbeiten können. Die Zeit für den Wochenplan wird je nach Klassensituation bis 8.15 Uhr ausgedehnt.

Die Kinder aller Klassen erfahren im Anschluss mit Hilfe von Symbolen an der Tafel den Tagesablauf und können sich daran immer wieder im Laufe des Tages orientieren, wenn sie sich unsicher fühlen.

Beim Wechsel der Arbeitsphasen hilft in allen Klassen eine sogenannte Aufräummusik, die es den Kindern ermöglicht, ihre Arbeit in einer ihnen bekannten Zeit zu beenden und aufzuräumen.  Verabredete Leisezeichen helfen den Lehrkräften, Arbeitsphasen der Schüler kurzzeitig zu unterbrechen.

Die nötige Arbeitsruhe in Stillarbeitsphasen wird durch Klassenregeln, verbunden mit individuellen Belohnungssystemen, hergestellt. Die Arbeit mit dem Auszeitplan ist in allen Klassen verankert und verhilft bei häufigeren Störungen zu einem einheitlichen Vorgehen in allen Klassen.

Leistungsbewertung

In den ersten beiden Klassen wird Diagnostik zur Feststellung des individuellen Lernfortschritts durchgeführt und durch ermutigende Hinweise kommentiert.

Ab Klasse 3 werden an unserer Schule gemäß Beschluss der Schulkonferenz die Schüler/innen mit der Benotung auf den Zeugnissen und somit auch mit der Benotung von Lernzielkontrollen vertraut zu machen. In der Lehrerkonferenz haben wir uns für die Jahrgänge 3 und 4 auf jeweils drei Lernzielkontrollen pro Halbjahr in den Bereichen „Rechtschreiben“, „Schriftlicher Sprachgebrauch“ und „Mathematik“ festgelegt, die als Parallelarbeiten konzipiert und bewertet werden.

Kriterien der Leistungsbewertung und die zur Bewertung der Lernzielkontrollen genutzten Bepunktungssysteme werden von allen Lehrkräften gleich angewendet und am Anfang der dritten Klasse in der Klassenpflegschaftssitzung vorgestellt.